Freitag, 8. Juli 2022
Leistung muß sich lohnen

Kapitel 11 aus Stille Hochzeit, 2022. Herr John ist ein (2021) ent-führter Gesundheitsminister.


»In der Impffrage liegen die Dinge sehr ähnlich wie in der Masken- und PCR-Test-Frage, glauben wir, Herr John. Die Tests verzerren grotesk. Und die Impfungen schützen häufig überhaupt nicht, richten vielmehr noch zusätzliche, völlig überflüssige Schäden an. In diesem Sinne haben sich ebenfalls Hunderte von Medizinern öffentlich geäußert, zum Teil auch in kritischen Büchern zur Medizin-geschichte, so etwa bei uns, in Deutschland, der Arzt und Autor Gerd Reuther. Hinter dem Impfwahn stehen einige verbreitete Irrglauben, wenn ich mir den Plural gestatten darf. Der erste Irrglaube betrifft selbstverständlich das bereits erwähnte Dogma von der 'Wirtschaftlichkeit'. Geht es der Gesundheitsindustrie gut, geht es auch uns gut, den Bürgern. Pustekuchen! Das staatlich abgesegnete Geschäft mit Angst einflößenden Massentests und nicht oder kaum erprobten Impfstoffen stellt 30 riesige Bohrinseln in den Schatten. Der Profit sprudelt unablässig. Aber das werden Sie vermutlich abstreiten, Herr John?«

»Wieso sollte ich ..? Leistung muß sich lohnen, Herr Sommergut. Die Forschungsabteilungen der Arzneimittel-betriebe schuften Tag und Nacht, um Hunderttausende von Mitbürgern gegen die Pocken oder eben gegen Corona zu wappnen, da haben sie ja wohl gute Gehälter verdient.«

Rechtsanwalt John hatte mit ungeahntem Bekennermut, ferner mit Inbrunst wie ein Vikar bei seiner Antrittspredigt gesprochen. Womöglich glaubte er sogar selber an seinen Sermon.

»Wenn aber die Wappnung der Bevölkerung so gut ist – warum haben dann Sie, der Minister, die Impfmafia ausdrücklich von aller Haftung für denkbare Impfschäden befreit?«

Ohne Seil hätte sich John wahrscheinlich sogar protestierend von seinem Stuhlsitz erhoben. Nur galt sein Protest nicht der Mafia. Er polterte:

»Das können die doch gar nicht allein schultern, Herr Sommergut! Bei Gesundheitsmaßnahmen dieser Kragenweite – die ja durchaus einige Risiken bergen mögen – muß man doch als demokratischer Staat mit der Industrie zusammen arbeiten! Im Grunde ist das doch schon fast Sozialismus, was wir hier in Deutschland unter Kanzlerin Merkel praktizieren. Politik und Wirtschaft sitzen im selben Boot des Volkswohls, ganz einfach. Das scheinen sogar die Rotgrünen unter Schröder/Fischer schon um 2000 geahnt zu haben, nur waren sie zu sehr an die ideologischen Scheuklappen ihrer Parteivölker gebunden. Prompt mußten sie dann gehen. Der Wechsel kam. Das ist eben Demokratie, Herr Sommergut.«

»Wahnsinn ..!« murmelte die Frau an der Videokamera in ihre Kapuze. Sommergut sah, wie die Kapuze ungläubig wackelte. Er mußte unweigerlich grinsen.

»Herr John, ich komme kurzerhand zu einem zweiten Irrglauben. Er hält technokratische und militärische Maß-nahmen für das Allheilmittel gegen sämtliche Mißstände in der Demokratie, also auch in Gesundheitsfragen. Der Patient wird in sündhaft teure Durchleuchtungsröhren gestopft, die schon beinahe dem Genfer Teilchenbeschleu-niger gleichen. Der Krebskranke wird mit Strahlen und Medikamenten bombardiert, als sei er in feindlicher Absicht vom Mars gefallen. Die Säuglinge werden mit 'Grundimpfungen' zugedröhnt, die einen Elefanten von den Beinen werfen würden. Tritt ein neuer, wenn auch weitgehend harmloser Grippeerreger auf, gedenkt man ihn umgehend 'auszurotten', als brächte er die schlimmste Beulenpest zurück. Übrigens weisen so manche Fachleute die meisten gängigen Geschichten über Seuchenverläufe als Märchen zurück. An der berühmten 'Spanischen Grippe' um 1920 zum Beispiel waren hauptsächlich weder Viren noch Spanier schuld; es waren die mit Krieg, Hunger und allem anderen Elend verbundenen furchbaren Lebensbedingungen auf diesem Planeten. Hat man Ihnen das in dem Schnellkurs Wie werde ich Gesundheits-minister etwa nicht verraten?«

John lachte höhnisch und winkte ab, soweit es ihm die Handschellen gestatteten. »Sie können viel quatschen, Herr Sommergut, solange Sie eine Pistole im Hemd und eine vermutlich kompaniestarke Leibgarde haben!«

Sommergut überging den Einwurf. »Die Alternative zu den technokratisch-militärischen Maßnahmen bestünde somit einerseits in der Verbesserung der Lebensbedingungen – das ist auch eine Frage der Ökologie. Andererseits bestünde sie darin, endlich wieder auf die Selbstheilungs-kräfte der Erkrankten zu setzen. Aber genau das wird seit Jahrhunderten zielstrebig unterbunden. Man möchte den Bürger so abhängig wie möglich von Ärzten, Arzneien, Maschinen und großangelegten 'Maßnahmen' haben.«

Da John nur beleidigt von der Kamera wegguckte und stumm blieb, fuhr Sommergut fort:

»Einen dritten Irrglauben kennen Sie vielleicht am ehsten als Autofahrer, Herr John. Zwar hat man schon einmal in der Zeitung gelesen, das demokratische Deutschland leiste sich Jahr für Jahr ein paar tausend Straßenverkehrstote und noch ungleich mehr Verletzte und Traumatisierte. Oder man hat in den Fernsehnachrichten ganz groß in Farbe gesehen, wie die Feuerwehr mit Schneidbrennern ein paar Leichen oder Schwerverletzte aus ihrem Personenwagen schält. Aber das ist ja nicht das eigene Pech. Vielmehr treffen die unglücklichen Verläufe immer nur andere, darin besteht dieser dritte Irrglaube. Man selber wird doch sehr wahrscheinlich stets Glück haben. Nehmen wir das Glück der 32jährigen Psychologin Dana Ottmann, von dem ich gerade erst gehört habe. Die Frau war in einer Rehaklinik in Löhne (bei Herford) angestellt. Sie ließ sich gegen Corona impfen. Anschließend wurde sie wieder von starken Kopfschmerzen heimgesucht, die sie aber ihrer Neigung zu Migräne anlastete. Wenige Tage später, am 9. März 2021, fand ihre Mutter Petra sie tot im Badezimmer. Am Monatsende ging Petra Ottmann an die Öffentlichkeit. Ihr zufolge hatte die Klinik 'einen gewissen Druck' auf das Personal ausgeübt. Dabei hätten doch 'kaum Erfahrungen' mit dem Impfstoff vorgelegen. Die Tochter hatte ihre Neigung zu Migräne durchaus ange-geben, doch diese ist nach einem Befund der Universität Greifswald nicht für ihren jähen Tod verantwortlich. Vielmehr habe eine 'Immunreaktion' auf den Impfstoff stattgefunden, die zu einer Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn geführt habe. Daran ist die junge Frau verreckt.«

→ Zum Impfen siehe auch Heft 1 Kinderschänderblues, Heft 5 Das Offensichtliche, Heft 7 Benachrichtigung und Maskenball, Heft 10 Leichsenring
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