Donnerstag, 7. Juli 2022
Leichsenring, Uwe

39 (1967–2006). Der damalige Geschäftsführer der sächsischen NPD-Landtagsfraktion leistete sich im Sommer 2006 ein besonders leckeres »Kavaliersdelikt«. Zwischen Pirna und seiner Heimatgemeinde Königstein auf der Bundesstraße unterwegs, setzte der massige, gedrungene Volksvertreter mit seiner Mercedes-Limousine zum Überholen einer Autokolonne an, prallte jedoch auf einen ihm entgegen kommenden Lastwagen. Leichsenrings Fahrzeug wurde in zwei Teile gerissen; der Lastwagen geriet in Brand. Während Leichsenring noch an der Unfallstelle starb, wurde der Lkw-Fahrer mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Vielleicht wußte es der Verletzte bereits: Im Hauptberuf war Leichsenring, seit 2000, selbstständiger Fahrlehrer gewesen.

Wo bleiben die Linken? Wie erfüllen wir die Frauenquote? Wir schmuggeln eine Über-40jährige ein. Am Abend des 16. Januar 2002 per Autobahn von Bremen nach ihrem Wohnort Bremerhaven unterwegs, entschloß sich die Rechtsanwältin und SPD-Politikerin Hilde Adolf, Mitglied der bremischen Landesregierung, einen Lastwagen zu überholen. Wikipedia meint, dabei habe die 48jährige »aus ungeklärter Ursache bei einer Geschwindigkeit von etwa 160 km/h die Kontrolle über ihren Dienstwagen verloren« … Der von Adolf gelenkte, nun schleudernde Wagen flog aus der Bahn und prallte gegen mehrere Bäume. Sie starb noch am Unfallort. Gespräche mit dem Lkw-Fahrer und Untersuchungen sowohl des Fahrzeugwracks wie des Leichnams ergaben, laut Pressemeldungen, keine Anhaltspunkte für ungünstige äußere Einflüsse (Wetter eingeschlossen)*, technische Defekte oder »Vorerkrankungen«. Heute läge somit der starke Verdacht nahe, Adolf sei an Corona gestorben. Sie hatte zuletzt das Amt der Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales bekleidet. »Hilde bleibt der Maßstab«, überschrieb die Bremerhavener Nordsee-Zeitung am 9. Dezember 2010 einen Artikel, der eine soeben erschienene Biografie über die flotte Senatorin vorstellte. Im Raum Bremen sind ein Preis und mehrere Örtlichkeiten nach ihr benannt. Da sieht man, wie Leistung und Leichtsinn sich lohnen.

Der Chor der Trauernden ließ sämtliche friesischen Pappelhaine und Windradmasten erzittern, und ich stimme nachträglich ein. Vielleicht hätte Rechtsanwältin Adolf heutzutage noch nicht unbedingt für Zwangssteri-lisationen plädiert, aber eine energische Vorkämpferin des Maskenzwangs wäre sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen. Die Maske erstickt ja nicht nur die Viren, sondern auch das lästige, von bestimmten Gesichtszügen hervorgelockte Mitgefühl. Kapuze auf, Kopf ab, zack – das wußten schon so manche herzöglichen Henker oder Leibgardisten Allahs zu schätzen. Wieviele Gewissensnöte wären selbst Jim Jones und seinen Gorillas erspart geblieben**, hätte man bei Doc McDrosten rechtzeitig ein paar tausend Atemschutzmasken bestellt!

* Nobis / Frischemeyer, »Tragischer Unfalltod der Bremer Sozialsenatorin«, Welt, 18. Januar 2002: https://www.welt.de/print-welt/article369348/Tragischer-Unfalltod-der-Bremer-Sozialsenatorin.html
** siehe zu diesem Massenselbstmord Heft 4 Lee

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