Montag, 10. Januar 2022
LdF-Nachträge

Erst neulich, im Juli 2021, kamen Drei Jugendliche (14 bis 17) aus NRW und ihr französischer, »erfahrener« Pilot, 55, in Renneritz (bei Bitterfeld, Sachsen-Anhalt) durch den Absturz eines Kleinflugzeuges um. Der Grund ist zumindest noch im Herbst* unklar. Das Wetter war, wie bei Peter >Sindermann, gut. Auch sonst drängen sich gewisse Parallelen auf. Die Jugendlichen sollen TeilnehmerInnen eines Fluglagers gewesen sein. Das Flugfeld in Renneritz dient vorwiegend dem Segelsport, aber die Unglücksmaschine war motorisiert. Jüngere Berichte sind nicht zu finden.

* »Experten können bisher keine Ursache für Flugzeugabsturz in Renneritz finden«, MDR, 8. Oktober 2021: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/bitterfeld/bericht-flugzeugabsturz-renneritz-ursache-unklar-100.html

Der finnische, für meinen Geschmack vielleicht zu finnische Komponist Toivo Timoteus Kuula (1883–1918) gilt als bedeutender Sibelius-Schüler. Er hatte aber auch zeitweise im Ausland studiert, darunter Paris, wo er sich besonders von Gabriel Faurés Schaffen beeindruckt zeigte. Offenbar wurde Kuula vor allem für seine Vokalwerke geschätzt. Makabererweise soll Kuula »Kugel« oder »Ball« heißen. Des Komponisten Weg zum eigenen Ruhm wurde nämlich in der Tat von einer Kugel durchkreuzt, als er erst 34 war. Er wurde bei einem etwas undurchsichtigem, wohl »politischem« Streit in einem Hotel tödlich verwundet. Er hinterließ die Sängerin Alma Silventoinen als Witwe mit einer einjährigen Tochter, Sinikka. Die erntete später als Pianistin Beifall. Kuulas Tochter Aune aus einer ersten Ehe war nur wenige Monate alt geworden.

Laut finnischer Wikipedia war Kuula, der eigentlich von der Westküste stammte, während des Bürgerkrieges in der karelischen Stadt Wyborg (Viipuri) als Dirigent angestellt. Er habe sich vor den (russischen) Roten, die diese Gegend beherrschten, verstecken müssen, um nicht zwangsrekru-tiert zu werden. Dann übernahmen die Weißen das Zepter. Zu denen zählten die deutschfreundlichen sogenannten Jäger, eine Elitetruppe aus Freiwilligen. Die Jäger scheinen den durchaus patriotisch gestimmten Kompo-nisten für einen Unterstützer der Roten gehalten zu haben. Jedenfalls kam es bei einer Feierlichkeit in jenem Hotel zu gegenseitigen Beschuldigungen oder Beleidigungen und handfestem Streit. Kuula soll nach Schlägen ein Messer gezogen haben, sei dann jedoch vor der Übermacht geflüchtet und im Hof gestolpert. Daraufhin sei er, wohl kaltblütig, erschossen worden. Habe ich richtig verstanden, konnten zwei mutmaßliche Täter nicht gerichtlich belangt werden, weil der eine vorher bei einem (angeblichem) Segelunfall starb, während der andere, inhaftierte bei einem Fluchtversuch seinerseits erschossen wurde. Der Lexikon-Eintrag stützt sich vorwiegend auf eine Biografie von 1953.* Ein jüngerer Biograf, Juhani Koivisto, soll den Verdacht geäußert haben, die beiden Militärs seien zum Schweigen gebracht worden, um unliebsame Enthüllungen vor Gericht zu verhindern.

1983 bekam der »gefallene« Patriot und Komponist Kuula eine finnische Briefmarke. Mir wäre er wahrscheinlich trotz seiner spätromantischen Musikstücke wenig sympathisch gewesen. Er hing der Partei der Fennomanen an, war also ein echter Nationalist. Der größte Dorn im Auge dieser Partei waren die vielen in Finnland lebenden Leute, die es wagten, schwedisch zu sprechen und die entsprechende »fremdartige« Kultur zu pflegen. Die amtlich schon 1863 erfolgte »Gleichstellung« beider Sprachen lehnten sie ab.

* Tuomi Elmgren-Heinonen: Toivo Kuula, Porvoo 1953

Das vierte, jüngste und letzte Kind des bekannten Pantomime-Clowns Peter Shub hieß Luca Shub. Der Vierjährige hatte im Sommer 2001 im Innenhof-Restaurant des Alten Rathauses Hannover mit Familie Shub gespeist. Als er seine Pizza verdrückt hatte, stand er auf und ging zu einer offenbar recht großen und schweren Skulptur, die in der Nähe stand. Als er sie angefaßt habe, so der Vater später, sei sie umgekippt und habe den Jungen erschlagen. Die Skulptur sei nicht gesichert gewesen – was der aus den USA stammende Clown »für Deutschland erstaunlich« fand.*

Es ist genauso schwer, einen solchen krassen Vorfall nicht zu kommentieren wie ihn zu kommentieren. Aber vielleicht ist es auch überflüssig, ihn zu kommentieren. Shub, geboren 1957 in Pennsylvania, führe uns »mit winzigsten Details« vor, »wie Freude, Missgunst oder falsche Fährten entstehen«, lese ich bei Stuttgart Live in der Ankündigung eines erst im kommenden März stattfindenden Auftrittes. Ich fürchte fast, die riesige falsche Fährte, die mit Masken, Impfpässen und den entsprechenden Einlaßkontrollposten gepflastert ist, wird von Shub lieber ausgespart. Immerhin liegt ein gewisser Trost darin, daß heutzutage überhaupt noch KomikerInnen auftreten dürfen. Zwar hatte eine jüngere Phase der Postmoderne um 1990 als »Spaßgesellschaft« von sich Reden gemacht, aber das ist 30 Jahre her. Es ist vorbei. Heute wird im Gegenteil alles unternommen, um den zweibeinigen Bewohnern dieses Planeten das Kichern, Lachen und Tanzen auszutreiben. Man möchte nur noch vor Angst schlotternde, mißgünstige, bösartige Schafsköpfe. Allerdings lassen sich das noch nicht alle gefallen, wie Danser Encore zeigt, ein mitteleuropäisches Flashmobstück von 2020/21, das inzwischen auch im Rahmen eines deutschen Album-Samplers vorliegt.**

Mich hat leider noch niemals einer als Komiker gelobt oder auch nur bezeichnet. Vielleicht steht dem meine Vorliebe für die Humor-Unterabteilung »Sarkasmus« entgegen. Von dieser Vorliebe wußten Sie gar nichts? Na, dann erlaube ich mir einmal ein Beispiel aus meinen Miniaturen Vor der Natur anzuführen, das einmal Maximilian Zander hervorstrich. »Vorausgesetzt, in jedem Gewitter offenbare sich Gottes Allmacht«, heißt es im Stück Lichtenberg, »wären die Blitzableiter, die wir auf unseren Kirchen anbringen, ein Ausdruck göttlicher Selbstironie.« Dieser Gedankenblitz dünkte Zander »noch tiefer und sarkastischer als Lichtenbergs Funke«, auf den mein Miniaturtitel anspielt. Spricht Brockhaus bei Sarkasmus von bitterem Hohn und beißendem (verletzendem) Spott, verschweigt er wohlweislich, daß der von mir vertretene Sarkasmus zwar öfter Gott oder den Papst, nie dagegen Genossen trifft. Er setzt nie ein armes Schwein herab, sitzt es doch sowieso schon in der Scheiße. So etwas lieben nur die ZynikerInnen in »rotgrünen« Parteivorständen oder bei Bild, Spiegel, taz. Der Sarkasmus greift immer (selbsternannte) Götter an.

Gewiß können sich solche auch hinter Genossenlarven verstecken. Um Mitternacht bekommt Victor Serge Besuch von der GPU – Hausdurchsuchung. Bei seinen Leninübersetzungen stutzen die Leute. »Beschlagnahmen Sie die auch?« fragte ich ironisch. »Machen Sie keine Witze«, erwiderte der eine, »auch wir sind Leninisten.« Vortrefflich; wir Leninisten waren unter uns.

Ich vermute weiter, beim Sarkasmus müsse stets der Tod als der schrecklichste Gott im Spiel sein. Daher die Nähe zum Galgenhumor. 1984 verübte die IRA einen Bombenanschlag auf das Parteitagshotel der britischen Konservativen in Brighton. Industrieminister Norman Tebbit kam schwerverletzt ins Krankenhaus. Vor der Narkose nach Allergien befragt, erwiderte Tebitt: »Bomben.«

Wahrscheinlich gehören auch meine jüngsten Drei Corona-Lieder Mitläuferblues, Kinderschänderblues und Die Benachrichtigung der genannten Unterabteilung an.

* »Scheitern ist verpönt«, Hinz & Kunzt (Hamburg), 21. Februar 2016: https://www.hinzundkunzt.de/scheitern-ist-verpoent/
** Protestnoten, produziert von Jens Fischer-Rodrian 2022


Ich komme zuletzt zur knapp 16 Jahre alten Schülerin Cheyenne Braun aus Hollfeld im Landkreis Bayreuth. Man muß füchten, ihre mutmaßlichen MörderInnen werden nie überführt und zur Rechenschaft gezogen. Sie sitzen in den Aufsichtsräten der Pharmakonzerne, in den Sesseln der neuen Gesundheitsregierungen und in bestimmten oberfränkischen Arztpraxen. Das putzmuntere Mädchen hatte sich, wohl am Monatsanfang, im November 2021 gegen Corona impfen lassen. Warum, wird nirgends gesagt. »Kurz darauf«, wie es heißt, habe sie einen Herzstillstand erlitten, sei ins Koma gefallen und nach anderthalb Wochen, wohl Mitte November*, in der Klinik gestorben. Man vermutet: aufgrund von Thrombosen und einer Herzmuskelentzündung – nach Susan Bonath** »bekannte Nebenwirkungen« der jüngsten Impfungen … Die Mutter (Kerstin) ging an die Öffentlichkeit, der Staatsanwalt ermittelte. Da der Totenschein keine klare Todesursache geliefert hatte, wurde sogar eine Obduktion angeordnet. Allerdings weigerte sich der gute Staatsanwalt zunächst, deren Ergebnis bekannt zu geben. Daraufhin habe die Mutter mit Hilfe eines Rechtsanwaltes Akteneinsicht beantragt und auch erwirkt, teilt mir der Waischenfelder Freie Journalist Thomas Weichert Mitte Dezember freundlicherweise mit. In der Tat bestätige der »vorläufige« Obduktionsbericht den Verdacht auf eine möglicherweise durchs Impfen ausgelöste Herzmuskel-entzündung. Die Angehörigen erwögen weitere juristische Schritte.

Cheyennes ältere Schwester soll im Internet u.a. erklärt haben: »Muss es wirklich sein, dass wir den Impfstoff an unseren Kindern testen? / Es werden immer mehr Fälle publik! Es ist kein Einzelfall! / Überlegt es euch gut! Meine Mutter bereut ihre Unterschrift! / Sie [Cheyenne] war so ein lebensfrohes, mutiges, humorvolles, hilfsbereites Mädchen. Sie hatte noch ihr ganzen Leben vor sich! Keine Vorerkrankung …« Auch die Mutter, laut Weichert sogar eine »ausgebildete Intensivpflegerin«, betonte, Cheyenne sei »kerngesund« gewesen. Offenbar hatte das Mädchen vor seinem 16. Geburtstag gestanden: am 3. Dezember. Der fiel nun flach. Bedenkt man jedoch, daß Cheyenne inzwischen, weltweit, beileibe nicht das einzige Todes- oder Impfschadenopfer ist, könnte man sich nicht nur einmal, sondern einige zehntausend Male die Haare raufen.

Kurz vor Weihnachten wiesen die NachDenkSeiten auf einen Offenen Brief von knapp 400 Ärzten hin, worin der geringe Nutzen und das hohe Risiko der jüngsten Impfungen, außerdem die »Spaltung« der Gesellschaft beklagt werde.**** Zu den Initiatoren zählt ein Münchener Augenarzt, von dem Herausgeber Albrecht Müller berichtet: »Im Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2021 waren rund 7.000 Patienten in seiner Sprechstunde. Darunter waren 33 Patienten mit COVID, zwei davon waren auf der Intensivstation. Das sind weniger als 0,5 % der Patienten insgesamt. – Die Zahl der Impfkomplikationen im Zeitraum eines knappen Jahres von Januar 2021 bis Dezember 2021 lag höher als 33. Darunter viele Augenblutungen und zwei Patientinnen mit Apoplex (Schlaganfall); einer davon, bei einer Patientin, verlief tödlich. Sie war eine Woche vor ihrem Tod geimpft worden. Im abschließenden Arztbrief wurde dieser Umstand mit keiner Silbe erwähnt. Auf die Frage, ob ansonsten von den Ärzten die Nebenwirkungen des Impfens einigermaßen korrekt gemeldet würden, meinte er, dass dies in der Regel schon aus Zeitnot nicht gemacht werde.«

Nachtrag anhand eines jüngeren Artikels***** von Susan Bonath. Laut Obduktion und Gutachten kommen im Fall C. Braun als mögliche Todesursachen mehrere Phänomene in Betracht, Vorerkrankung und Impfstoff eingeschlossen. Keins von ihnen ließe sich jedoch zweifelsfrei verantwort-lich machen. Auch für einen Fehler des Impfarztes gebe es keine Anhaltspunkte. Weitere Ermittlungen lehnt die Nürnberger Staatsanwaltschaft mit dem Argument ab, da die Einwilligung zum Impfen vorgelegen habe, könnten sich Dritte, also etwa der Impfstoffhersteller, gar nicht strafbar gemacht haben. / Das bedeutet, soweit sie über-haupt gemeldet worden sind, werden viele Verdachtsfälle »schwerwiegender Nebenwirkungen« (in Deutschland knapp 30.000 für 2021) nie aufgeklärt, weil eben »Einwilligungen« vorlagen. Durch diese Unterschriften wird auch die bekannte Ungeprüftheit der Impfstoffe gedeckt. Die Einwilligung hat es hier wieder einmal in sich, da sie zunehmend und immer brutaler von den staatlichen Notstandsmaßnahmen oder von »Arbeit-gebern« erpreßt wird. Schon zur Schülerin aus Hollfeld schreibt Bonath: »Cheyenne wollte frei sein durch die Impfung. Und ihre Mutter wollte ihr etwas Gutes tun mit der Einwilligung.« Nun sei die Mutter entschlossen, weitere Rechtsmittel einzulegen, doch die Aussichten seien gering. / Allgemein kann die amtlich befehligte »Sicherheits- und Überwachungslage« an der Impffront, nach Bonath, nur undurchsichtig und haarsträubend genannt werden. Wieviele ernstlich Geschädigte, Tote eingeschlossen, wir inzwischen haben, liegt völlig in jenem Nebel, von dem Ämter naturgemäß leben.

* Radio Mainwelle, 18. November 2021: https://www.mainwelle.de/todesursache-unklar-polizei-ermittelt-zum-tod-eines-15-jaehrigen-maedchens-aus-hollfeld-3372800/
** Rubikon, 27. November 2021: https://www.rubikon.news/artikel/die-impfschaden-leugner
*** Alexander Wallasch am 24. November auf https://reitschuster.de/post/15-jaehrige-stirbt-nach-impfung-gestern-war-die-obduktion/
**** https://www.nachdenkseiten.de/?p=79170 20. Dezember 2021
***** Rubikon, 19. Februar 2022: https://www.rubikon.news/artikel/die-aufklarungsverweigerer

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